Stille in der Musik

September 18, 2016 7:00 am Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

Stille in der Musik?

Was sich wie ein Widerspruch anhört, ist keiner.
Der Komponist John Cage hat ein Werk geschaffen mit dem Titel „4’33“

Da während der gesamten Spieldauer des Stückes kein einziger Ton gespielt wird, stellt eine Aufführung dieses Werkes die gängige Auffassung von Musik in Frage.
4′33″ wurde so zu einem Schlüsselwerk der Neuen Musik und regt Zuhörer wie Komponisten zum Nachdenken über Musik und Stille an.

Doch erlebe es selbst: das Video „4´33“ von John Cage

Zur Entstehung

In den späten 1940er Jahren besuchte John Cage den schalltoten Raum der Universität Harvard. Ein solcher Raum ist so konstruiert, dass die Wände, die Decke und der Boden (fast) keinerlei Geräusche zurückwerfen; dazu sind solche Räume nach außen hin fast vollkommen schalldicht.

Cage betrat den Raum und erwartete, rein gar nichts zu hören – aber später schrieb er:

“… heard two sounds, one high and one low. When I described them to the engineer in charge, he informed me that the high one was my nervous system in operation, the low one my blood in circulation.”

„… hörte ich zwei Klänge, einen hohen und einen tiefen. Als ich sie dem zuständigen Techniker beschrieb, erklärte er mir, der hohe entstehe durch die Arbeit meines Nervensystems und der tiefe durch meinen Blutkreislauf.“

Ob diese Erklärung der Tatsache entspricht oder nicht, Cage begab sich an einen Ort, wo er keine Klänge erwartete – und hörte trotzdem welche.

„Bis ich sterbe, wird es Klänge geben. Und diese werden meinen Tod überdauern. Man braucht keine Angst um die Zukunft der Musik zu haben.“

(Quelle Wikipedia)

Michaela Hackl

About Michaela Hackl

Michaela Hackl ist Lehrerin für Polarity nach Wilfried Teschler.
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