Das I Ging aus dem Tao

In der Mitte des I Ging

Oktober 14, 2016 3:36 pm Veröffentlicht von Schreibe einen Kommentar

In der Mitte des I Ging

Die Bilder im „Buch der Wandlungen“

Man kann im I Ging zu jeder denkbaren Lebensfrage eine Antwort zur Situation und zur Entwicklung finden. Seine Sprache ist, wie die des Tao Te King, oft bildhaft: Das Leben vorgestellt wie ein Rad, das sich weiter und weiter dreht. – In seiner Mitte die Nabe, die leer bleibt, damit das Rad laufen kann. Einfach erklärt, so dass man ein inneres Bild entwickeln und erspüren kann: Ganz in der Mitte des Lebens ist eine Leere, eine Stille, die wirklich immer da ist. Sie ist innerhalb und hat mit allem etwas zu tun, so dass „es läuft“. Und in ihrer Qualität ist sie doch ganz anders, scheinbar Nichts und auch der Dreh- und Angelpunkt von allem.

Das I Ging aus dem Tao

In der Mitte der Wandlungen

Es gibt Bilder, in denen die Zeichen des I Ging in einem Kreis angeordnet sind. In ihnen kann man die leere Mitte wunderbar einfach entdecken: Stell dir die Situationen des Lebens vor, wenn sie in einem Rund miteinander zusammen hängen, in jedem Moment aufeinander wirken und ineinander über gehen. Wären sie farbig, so wäre das wie ein runder, nie endender Regenbogen – wie im colour experiment no. 48 des isländisch-dänischen Künstlers Ólafur Elíasson: http://kurzlink.de/BFc3Gu8Pd – Die Mitte des Kreises bleibt leer, und dort findest du diese Leere, die Stille.

Rege ich das I Ging an und befrage es, so begebe ich mich „in die Mitte des Kreises“. Dort ist es ruhig, ich bin „im Auge des Geschehens“ und bin nicht verstrickt in die Geschehnisse im Außen, einfach so. Das I Ging bleibt still. Und aus dieser Mitte heraus kann ich erleben, wie die Wandlungen in meinem Leben geschehen.

In der Mitte des Kreises

Diese Stille nennen die Chinesen das Tao. Wie wäre es, wenn man dort hin gehen könnte? Man kann es erfahren und daraus im Leben schöpfen. Es ist unbegreiflich, aber es gibt Bilder und Text, aus denen Menschen Hinweise erhalten, erspüren und finden können, wie man dahin gelangt.

Das Schöne ist: Der Weg ist immer da.

Und wir können ihn gehen.

Der Weg ist frei, wenn wir es auch sind.

Nicolai Jürgensen

About Nicolai Jürgensen

Nicolai Jürgensen ist Lehrer für Polarity nach Wilfried Teschler, Sprachheillehrer und Lehrer für Sonderpädagogik. Er verfügt über jahrzehntelange Erfahrung mit dem I Ging und ist Administrator dieses Blogs.

Kategorisiert in: ,

Dieser Artikel wurde verfasst von Nicolai Jürgensen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*